Gesundheit, Haltung & Vorsorge

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Antworten auf die häufigsten Fragen von Tierhaltern

Im Alltag tauchen viele Fragen rund um die Gesundheit und das Verhalten von Hund und Katzen auf. Manche Themen betreffen die richtige Ernährung, andere die Vorsorge, Zahnpflege oder erste Hilfe im Notfall.

Auf dieser Seite finden Sie Antworten auf häufige Fragen, die uns in der Praxis immer wieder begegnen. Unser Ziel: Ihnen als Tierhalter Sicherheit zu geben und das Wohlbefinden Ihres Tieres bestmöglich zu unterstützen – vom Welpen bis zum Senior.

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Allgemeine 
Gesundheit & Vorsorge

Welche Impfungen sind für Katzen wirklich notwendig?

1. Core-Impfungen – unverzichtbarer Basisschutz
Diese Impfungen werden für jede Katze empfohlen, unabhängig davon, ob sie als Wohnungskatze oder Freigänger lebt.

  • Katzenseuche (Panleukopenie, FPV)
    Hoch ansteckende Viruserkrankung, die besonders bei Jungkatzen häufig tödlich verläuft.
     
  • Katzenschnupfen (Herpesvirus FHV-1, Calicivirus FCV)
    Verursacht schwere Atemwegserkrankungen und kann chronische Beschwerden hinterlassen.
     

Core-Impfstoffe sind als Tot- oder Lebendimpfstoffe verfügbar und bilden die Grundlage jeder Impfstrategie.

 

2. Non-Core-Impfungen – abhängig vom individuellen Risiko
Diese Impfungen sind nicht für jede Katze notwendig, können aber je nach Lebensumständen sinnvoll sein:

  • Tollwut (Rabies)
    Gefährliche Virusinfektion, die auch auf den Menschen übertragbar ist. Es besteht eine Impfpflicht, wenn man mit seinem Tier eine Grenze überfahren möchte. 
     
  • FeLV (Felines Leukämievirus)
    Besonders wichtig für Freigänger oder Katzen mit Kontakt zu fremden Artgenossen.
     
  • Chlamydien (Chlamydophila felis)
    Empfehlenswert bei erhöhtem Infektionsdruck, z. B. in Katzenpensionen oder Mehrkatzenhaushalten.
     

3. Impfplan – vom Kitten bis zur erwachsenen Katze
Ein strukturierter Impfplan sorgt für einen zuverlässigen Schutz:

  • Ab der 8. Lebenswoche: erste Core-Impfung
  • Mit 12 Wochen: zweite Core-Impfung, ggf. FeLV und Tollwut
  • Mit 16 Wochen: dritte Core-Impfung, ggf. abschließende Tollwutimpfung
  • Nach 1 Jahr: erste Auffrischungsimpfung
  • Danach: Wiederholungsimpfungen alle 1–3 Jahre, abhängig vom Impfstoff und individuellem Risiko

Wichtig:

Welche Impfungen im Einzelfall sinnvoll sind, hängt immer von der Lebensweise der Katze ab. Wohnungskatze, Freigänger, Mehrkatzenhaushalt oder Reisen ins Ausland – all das spielt eine Rolle. Eine individuelle Beratung durch den Tierarzt ist daher immer empfehlenswert.
 

Welche Impfungen sind für Hunde wirklich notwendig?

Impfungen sind ein zentraler Bestandteil der Gesundheitsvorsorge beim Hund. Sie schützen vor schweren, oft lebensbedrohlichen Infektionskrankheiten. Man unterscheidet zwischen Core-Impfungen (Standard für alle Hunde) und Non-Core-Impfungen (je nach Lebensstil und Risiko).

1. Core-Impfungen – grundlegender Schutz für jeden Hund
Diese Impfungen werden für alle Hunde empfohlen, da die Erkrankungen hoch ansteckend oder gefährlich sind:

  • Staupe (Canine Distemper)
    Virusinfektion mit Fieber, Atemwegsproblemen und möglichen neurologischen Schäden.
     
  • Parvovirose (Canines Parvovirus)
    Hoch ansteckende Erkrankung mit schweren Magen-Darm-Symptomen, besonders gefährlich für Welpen.
     
  • Hepatitis (Canines Adenovirus Typ 1)
    Betrifft vor allem Leber und Augen und kann schwere Verläufe nehmen.
     
  • Leptospirose (Leptospira spp.)
    Bakterielle Infektion, die auch auf den Menschen übertragbar ist (Zoonose) und Organschäden verursachen kann.
     
  • Tollwut (Rabies)
    Lebensgefährliche Viruserkrankung, die auch für den Menschen ein Risiko darstellt. In vielen Ländern besteht Impfpflicht.

Core-Impfstoffe werden meist als Lebendimpfstoffe (für Viruserkrankungen) oder Totimpfstoffe (z. B. Leptospirose) verabreicht.

 

2. Non-Core-Impfungen – je nach Risiko sinnvoll
Diese Impfungen sind abhängig von Haltung, Umfeld und individuellen Risiken:

  • Tollwut
    Lebensgefährliche Viruserkrankung, die auch für den Menschen ein Risiko darstellt.
     
  • Bordetella bronchiseptica (Zwingerhusten)
    Besonders relevant bei engem Kontakt mit vielen Hunden, z. B. in Hundeschulen, Pensionen oder auf Ausstellungen.
     
  • Parainfluenza
    Häufig Bestandteil von Kombinationsimpfstoffen und ebenfalls am Zwingerhusten-Komplex beteiligt.
     
  • Lyme-Borreliose
    Kann bei Hunden sinnvoll sein, die sich häufig in Zeckengebieten aufhalten.
     

3. Impfplan – vom Welpen bis zum erwachsenen Hund
Ein strukturierter Impfplan sorgt für einen zuverlässigen Schutz:

  • Ab der 8. Lebenswoche: erste Core-Impfung
  • Mit 12. Wochen: zweite Core-Impfung, ggf. Leptospirose und Tollwut
  • Mit 16. Wochen: dritte Core-Impfung, ggf. abschließende Tollwutimpfung
  • Nach 1 Jahr: erste Auffrischungsimpfung
  • Danach: Wiederholungsimpfungen je nach Impfstoff jährlich oder alle 1–3 Jahre

Wichtig:

Welche Impfungen tatsächlich sinnvoll sind, hängt stark vom Alltag des Hundes ab. Freilauf, Kontakt zu anderen Hunden, Reisen oder Aufenthalte in Pensionen spielen eine große Rolle. Eine individuelle Beratung durch den Tierarzt ist daher immer empfehlenswert.

 

Tierkrankenversicherung – sinnvoll oder nicht?

Eine Tierkrankenversicherung kann dabei helfen, die medizinische Versorgung Ihres Tieres unabhängig von finanziellen Einschränkungen sicherzustellen. Ob sie sinnvoll ist, hängt von Tierart, Alter, Lebensstil und Ihrer persönlichen finanziellen Situation ab.

1. Vorteile einer Tierkrankenversicherung
Eine Versicherung bietet vor allem Sicherheit in unerwarteten Situationen:

  • Kostenübernahme bei Krankheit oder Unfall
    Behandlungen, Operationen, Diagnostik und Medikamente können schnell teuer werden – hier greift die Versicherung.
     
  • Planbare finanzielle Belastung
    Statt hoher Einmalzahlungen entstehen kalkulierbare monatliche Beiträge.
     
  • Zugang zu moderner Tiermedizin
    Aufwendige Diagnostik oder spezialisierte Behandlungen können ohne finanzielle Hemmungen genutzt werden.
     
  • Mehr Entscheidungssicherheit
    Medizinische Entscheidungen können im Sinne des Tieres getroffen werden – nicht primär aus Kostengründen.


2. Welche Leistungen werden häufig abgedeckt?
Je nach Tarif umfasst eine Tierkrankenversicherung unter anderem:

  • Behandlungen nach Unfällen
  • Therapie von Erkrankungen (z. B. Herz-, Nieren- oder Tumorerkrankungen)
  • Chirurgische Eingriffe
  • Medikamente und teilweise auch Spezialfutter
  • Zahnbehandlungen (z. B. bei FORL oder Zahnproblemen beim Hund), abhängig vom Tarif


3. Einschränkungen und Kosten
Nicht jede Leistung ist automatisch enthalten – hier lohnt sich ein genauer Blick:

  • Vorerkrankungen werden in der Regel ausgeschlossen
  • Wartezeiten nach Vertragsabschluss sind üblich
  • Beitragshöhe variiert je nach Alter, Rasse und Leistungsumfang
  • Vorsorgeleistungen wie Impfungen sind oft nicht oder nur eingeschränkt enthalten


4. Für wen ist eine Versicherung besonders sinnvoll?
Eine Tierkrankenversicherung kann besonders empfehlenswert sein für:

  • Tiere mit erhöhtem Krankheitsrisiko (z. B. bestimmte Rassen)
  • Welpen und Kitten mit langer Lebenserwartung
  • Ältere Tiere, bei denen medizinische Kosten häufiger entstehen
  • Tierhalter, die im Ernstfall maximale Sicherheit möchten
     

5. Praxis-Tipp
Vergleichen Sie verschiedene Anbieter sorgfältig. Achten Sie dabei besonders auf:

  • Leistungsumfang
  • Höhe der Selbstbeteiligung
  • Wartezeiten
  • Abdeckung von Zahnbehandlungen, Narkosen und Spezialfutter

Fazit: Eine Tierkrankenversicherung ist keine Pflicht, kann aber im Ernstfall eine große finanzielle Entlastung und mehr Handlungsspielraum bedeuten. Ob sie sich lohnt, ist immer eine individuelle Entscheidung.

Zahnwechsel beim Welpen – Probleme mit den Eckzähnen (Canini)

Beim Welpen werden die Milchzähne im Alter von etwa 3 bis 6 Monaten durch die bleibenden Zähne ersetzt. Besonders die Eckzähne (Canini) sind dabei anfällig für Probleme, die frühzeitig erkannt und behandelt werden sollten.

1. Was kann beim Zahnwechsel schiefgehen?
Nicht immer verläuft der Zahnwechsel problemlos. Häufige Komplikationen sind:

  • Persistierende Milchzähne
    Der Milchzahn fällt nicht aus, obwohl der bleibende Zahn bereits durchbricht.
     
  • Doppelte Eckzähne (Canini)
    Milchzahn und bleibender Zahn stehen gleichzeitig nebeneinander und können Druck sowie Verletzungen verursachen.
     
  • Fehlstellungen und Engstand
    Die neuen Zähne wachsen schief oder verschieben benachbarte Zähne, was langfristig zu Problemen führen kann.


2. Typische Symptome
Hinweise auf Probleme beim Zahnwechsel sind oft subtil:

  • Der Welpe kaut weniger oder zeigt Schmerzen beim Fressen
  • Rötungen oder Schwellungen am Zahnfleisch
  • Sichtbare doppelte Eckzähne
  • Ein Milchzahn sitzt direkt neben dem bleibenden Zahn

Viele Besitzer bemerken zunächst nur, dass ihr Hund Kausnacks ablehnt oder anders kaut als gewohnt. Oftmals zeigen die Tiere jedoch keine Symptome.

 

3. Diagnose beim Tierarzt
Eine frühzeitige Untersuchung ist entscheidend:

  • Sichtkontrolle der Zähne
  • Abtasten (Palpation): Ist der Milchzahn bereits locker oder noch fest?
  • Röntgenuntersuchung
    Zur Beurteilung der Zahnstellung, Zahnwurzel und des nachfolgenden Zahns

Die Diagnose erfolgt meist im Alter zwischen 4 und 6 Monaten – bei den Canini ist besondere Aufmerksamkeit wichtig.
 

4. Behandlung
Wird ein Problem festgestellt, sollte zeitnah gehandelt werden:

  • Entfernung persistierender Milchzähne
    Verhindert Fehlstellungen der bleibenden Zähne und reduziert Schmerzen sowie Verletzungen.
     
  • Kontrolluntersuchungen
    Regelmäßige Checks bis zum vollständigen Zahnwechsel sichern eine gesunde Entwicklung.
     
  • Kieferorthopädische Maßnahmen
    Nur in seltenen, ausgeprägten Fällen notwendig.
     

5. Vorbeugung & Tipps für Tierhalter

  • Ab dem 3.–4. Lebensmonat regelmäßige Zahnkontrollen einplanen
  • Auf Anzeichen wie doppelte Canini oder Schmerzen beim Kauen achten
  • Frühzeitig handeln: Ein Milchzahn, der den bleibenden Zahn blockiert, sollte entfernt werden

Fazit:

Probleme beim Zahnwechsel – insbesondere an den Eckzähnen – sind keine Seltenheit. Werden sie früh erkannt, lassen sich Schmerzen, Fehlstellungen und spätere Behandlungen in der Regel vermeiden.

Giardien bei Hund & Katze – Symptome, Diagnose und Behandlung

Giardien sind mikroskopisch kleine Darmparasiten, die bei Hunden und Katzen Durchfall verursachen können. Besonders betroffen sind Welpen, Kitten und Tiere mit geschwächtem Immunsystem. Da Giardien hoch ansteckend sind, ist eine frühzeitige Diagnose und konsequente Behandlung entscheidend.

1. Symptome bei Giardien
Die Anzeichen können unterschiedlich stark ausgeprägt sein:

  • Durchfall (häufig wässrig, teils schleimig)
  • Blähungen und aufgeblähter Bauch
  • Appetitlosigkeit
  • Gewichtsverlust bei längerem Verlauf
  • Teilweise keine sichtbaren Symptome – betroffene Tiere sind dennoch ansteckend

Bei Katzen verläuft die Erkrankung oft milder oder schubweise, kann aber ebenfalls chronisch werden.

 

2. Diagnose beim Tierarzt
Der Nachweis von Giardien erfolgt über den Kot:

  • Kotuntersuchung
    Mehrere Proben sind notwendig, da Giardien nicht kontinuierlich ausgeschieden werden.
     
  • Antigen-Schnelltests
    Können direkt in der Praxis durchgeführt werden.
     
  • Mikroskopische Untersuchung
    Nachweis der sogenannten Zysten (Dauerformen der Parasiten).

Wichtig ist, möglichst frischen Kot (idealerweise innerhalb von 24 Stunden) untersuchen zu lassen.

 

3. Behandlung
Die Therapie richtet sich nach dem Befall und erfolgt meist über mehrere Tage bis Wochen:

  • Medikamentöse Behandlung gegen die Parasiten
  • Unterstützung durch Schonkost und ausreichende Flüssigkeitszufuhr

Wichtig:
Alle Tiere im Haushalt sollten gleichzeitig behandelt werden, da Giardien sehr leicht übertragen werden.

 

4. Hygiene & Maßnahmen zu Hause
Konsequente Hygiene ist entscheidend, um eine erneute Ansteckung zu verhindern:

  • Kot sofort entfernen (am besten mit Handschuhen)
  • Futter- und Wassernäpfe regelmäßig reinigen und desinfizieren
  • Schlafplätze, Böden und Katzentoiletten gründlich säubern
  • Reinigung möglichst mit heißem Wasser (Giardien-Zysten sind sehr widerstandsfähig)
  • Hände nach jedem Kontakt gründlich waschen
  • Frisches Wasser und gut verträgliche Nahrung anbieten
     

5. Ansteckungsgefahr für den Menschen
Giardien sind zoonotisch, das heißt, sie können auch auf den Menschen übertragen werden. Besonders gefährdet sind Kinder sowie immungeschwächte Personen.
Eine gute Hygiene ist daher der wichtigste Schutz – sowohl für das Tier als auch für den Menschen.

Fazit:
Giardien sind weit verbreitet und oft hartnäckig, lassen sich aber mit der richtigen Kombination aus Behandlung und Hygiene gut in den Griff bekommen. Einfache Haushaltsmittel reichen oftmals nicht aus. Lassen Sie sich von uns beraten.

Schwanger – muss meine Katze jetzt weg?

Viele werdende Mütter machen sich Sorgen wegen Toxoplasmose – einer Infektion, die unter anderem über Katzen übertragen werden kann. Die wichtigste Botschaft vorweg:

In den allermeisten Fällen muss Ihre Katze nicht abgegeben werden. 
Mit einfachen Hygienemaßnahmen lässt sich das Risiko zuverlässig minimieren.


1. Was ist Toxoplasmose?
Toxoplasmose wird durch den Parasiten Toxoplasma gondii verursacht:

  • Katzen können den Erreger über den Kot ausscheiden – jedoch nur, wenn sie selbst infiziert sind
  • Die Ausscheidung erfolgt meist nur für einen begrenzten Zeitraum
  • Wohnungskatzen sind nur sehr selten betroffen
  • Eine Ansteckung erfolgt häufiger über rohes oder unzureichend gegartes Fleisch oder ungewaschenes Gemüse als über Katzen
     

2. Welche Katzen stellen ein höheres Risiko dar?
Das Infektionsrisiko hängt stark von der Lebensweise der Katze ab:

  • Junge Katzen (unter 1 Jahr) sind anfälliger
  • Freigänger, die Beutetiere jagen, haben ein höheres Risiko
  • Katzen, die rohes Fleisch fressen, können sich leichter infizieren


Geringes Risiko besteht bei:

  • Reinen Wohnungskatzen
  • Katzen, die ausschließlich mit Fertigfutter ernährt werden
     

3. Wie können sich Schwangere schützen?
Mit einfachen Maßnahmen lässt sich das Risiko effektiv reduzieren:

Umgang mit dem Katzenklo:

  • Katzenklo täglich reinigen (der Parasit wird erst nach etwa 24 Stunden infektiös)
  • Handschuhe tragen und anschließend Hände gründlich waschen
  • Staubentwicklung möglichst vermeiden

Küchenhygiene:

  • Fleisch immer gut durchgaren
  • Obst und Gemüse gründlich waschen

Alltag & Vorsorge:

  • Regelmäßige tierärztliche Kontrollen
  • Bei Bedarf Blutuntersuchung auf Toxoplasmose
  • Wenn möglich: Katzenklo von einer anderen Person reinigen lassen
     

4. Wichtige Klarstellung
Die Angst vor Toxoplasmose führt häufig zu unnötiger Verunsicherung.

Fakt ist:
Das Risiko, sich über eine gesunde Wohnungskatze anzustecken, ist sehr gering – deutlich geringer als über Lebensmittel.

Fazit:
Ihre Katze muss nicht weg. Mit verantwortungsvollem Umgang und guter Hygiene können Sie Ihr Tier auch während der Schwangerschaft sicher behalten. Eine Abgabe ist in der Regel weder notwendig noch sinnvoll.

BARF – sinnvoll oder Risiko für Ihr Tier?

BARF (Biologisch Artgerechtes Rohfutter) wird oft als besonders natürlich und gesund beworben. Doch „roh“ bedeutet nicht automatisch „ausgewogen“. Ohne fachgerechte Planung kann BARF erhebliche gesundheitliche Risiken für Ihr Tier mit sich bringen.

1. Mangelernährung – oft unbemerkt
Eine unausgewogene Rohfütterung kann schwerwiegende Folgen haben:

  • Falsches Calcium-Phosphor-Verhältnis
    Kann zu Knochen- und Gelenkschäden führen
     
  • Taurinmangel bei Katzen
    Risiko für Herzprobleme, Sehstörungen bis hin zur Erblindung
     
  • Vitamin- und Spurenelementmangel
    Kann langfristig Organschäden verursachen

Besonders kritisch: Schäden entstehen häufig schleichend und bleiben lange unbemerkt – vor allem bei Jungtieren.
 

2. Infektionen – Risiko für Tier und Mensch
Rohes Fleisch kann Krankheitserreger enthalten:

  • Salmonellen, E. coli oder Listerien
  • Übertragung auf den Menschen möglich (Zoonosen)
  • Besonders gefährlich für Kinder, ältere Menschen und immungeschwächte Personen

Wichtig: Tiere können Erreger ausscheiden, ohne selbst krank zu wirken.
 

3. Verletzungsgefahr durch Knochen

  • Harte oder splittrige Knochen können Zähne beschädigen
  • Verletzungen im Maul oder Verdauungstrakt möglich
  • Im schlimmsten Fall: Darmverletzungen oder lebensbedrohliche Notfälle
     

4. Belastung von Leber und Nieren

  • Sehr protein- oder fettreiche Fütterung kann Organe überlasten
  • Besonders riskant bei Tieren mit Vorerkrankungen
  • Verschlechterungen können schnell und schwer verlaufen
     

5. Risiken durch nicht korrekt verarbeitetes Rohfutter

  • Verunreinigungen mit Schilddrüsengewebe oder Hormonen möglich
  • Diese können im Körper wirken und zu ernsthaften Stoffwechselstörungen führen

 

Fazit – BARF nur mit Fachwissen
BARF kann funktionieren – aber nur unter klaren Voraussetzungen:

  • Individuell berechneter, ausgewogener Futterplan
  • Regelmäßige tierärztliche Kontrollen (z. B. Blutwerte)
  • Strenge Hygienemaßnahmen
  • Knochenfütterung nur gezielt und fachlich abgestimmt
     

Wichtig:
Unkontrolliertes BARF kann zu dauerhaften Schäden, Infektionen oder im schlimmsten Fall zum Tod des Tieres führen.

Warum sind Tierarztkosten manchmal höher als erwartet?

Tierarztkosten entstehen nicht nur durch die eigentliche Behandlung. Hinter jeder Untersuchung stehen medizinische Fachkompetenz, moderne Technik, qualifiziertes Personal, kosteninitensive Fortbildungen und hohe Sicherheits- sowie Hygienestandards.

Zudem erfordert eine gründliche Diagnostik Zeit – etwa für Untersuchungen, Beratung, Planung und Nachsorge. All das trägt dazu bei, Erkrankungen frühzeitig zu erkennen, Risiken zu minimieren und die bestmögliche Versorgung für Ihr Tier zu gewährleisten.

Kurz gesagt: Tierarztkosten spiegeln die Qualität und Sicherheit der medizinischen Betreuung wider.

Was kostet ein Tierarztbesuch?

Die Kosten für einen Tierarztbesuch können je nach Untersuchung und Behandlung variieren. Faktoren sind unter anderem:

  • Art der Untersuchung (z. B. Vorsorge, akute Erkrankung)
  • notwendige Diagnostik (z. B. Blutuntersuchung, Röntgen, Ultraschall)
  • Umfang der Behandlung oder Therapie
  • individueller Gesundheitszustand Ihres Tieres

In Deutschland erfolgt die Abrechnung nach der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT), die einen verbindlichen Rahmen vorgibt.

Gerne beraten wir Sie vorab transparent zu möglichen Untersuchungen und den damit verbundenen Kosten – damit Sie jederzeit gut informiert sind.

Wie erfolgt die Abrechnung beim Tierarzt?

Die Abrechnung kann entweder direkt in der Praxis oder über unsere Verrechnungsstelle erfolgen.

  • Zahlung vor Ort per EC-Karte oder bar möglich
  • Alternativ erhalten Sie eine Rechnung über unsere Verrechnugnsstelle BFS
  • auf Wunsch Ratenzahlung über die Verrechnungsstelle BFS

So bleibt die Abwicklung für Sie einfach und transparent.

Kann ich die Tierarztrechnung auch in Raten zahlen?

Bei Abrechnung über unsere Verrechnungsstelle BFS können Sie die Rechnung bequem überweisen oder auch in Raten begleichen.